POWERGYPSUM® schont die Umwelt

Wie entsteht REA-Gips?

REA ist die gebräuchliche Abkürzung für Rauchgas-Entschwefelungs-Anlage. Jedes Kohlekraftwerk ist gemäß dem Bundes-Immissionsschutzgesetz mit einer solchen Anlage ausgestattet. Das Funktionsprinzip: In einem Wäscher wird eine kalkhaltige Suspension fein versprüht, die mit dem im Rauchgas enthaltenen Schwefeldioxid reagiert. Das Ergebnis ist vielfältig einsetzbarer REA-Gips, der mit natürlichem Gips chemisch praktisch identisch ist — jedoch meist von höherer Reinheit.

Natürlicher Gips (Calciumsulfat) kommt als Mineral weltweit vor: Als Gipsgestein Calciumsulfat-Dihydrat (Ca[SO4] • 2H2O) oder Anhydrit (Ca[SO4]). Naturgips entsteht durch Auskristallisieren von mit Calciumsulfat übersättigtem Meerwasser oder das Verwittern sulfidischer Erze. Auch eine Reaktion von Schwefelsäure mit Kalkstein, wie sie in Vulkanen vorkommt, lässt Gips entstehen.

Wie wirkt REA-Gips?

Gips ist bauphysiologisch sehr wertvoll, weil er die Luftfeuchtigkeit regulieren kann und somit für ein angenehmes Wohn- bzw. Arbeitsklima sorgt. Dass Gips als Baustoff leicht zu bearbeiten ist, wussten schon die Menschen der Jungsteinzeit. Wie damals macht sich moderne Bautechnik vor allem eine Eigenschaft des Gipses zunutze: Das zuvor durch Dehydratation teilweise oder vollständig verloren gegangene Kristallwasser wird beim Anrühren mit Wasser wieder aufgenommen und abgebunden. Während dieser Rehydration entsteht ein festes, kristallines Gefüge.

Was sind die Vorzüge von REA-Gips?

POWERGYPSUM® aus modernen Kraftwerksanlagen kann Naturgips in fast allen Anwendungen vollständig ersetzen. Bis auf wenige Spezialanwendungsgebiete ist der in wenigen Stunden produzierte REA-Gips eine echte Alternative zum aus Steinbrüchen gewonnenen, über Jahrmillionen gebildeten Naturgips und schont somit natürliche Ressourcen. Als Nebenprodukt der Energieerzeugung hat er zudem eine positive CO2-Bilanz. Deshalb beurteilt auch der Naturschutzbund (NABU) den Einsatz von REA-Gips als ökologisch vorteilhaft. REA-Gips ist aufgrund der technischen Produktion homogener als Naturgips und ermöglicht so erst die schnellen, meist automatisierten Herstellungsprozesse für Gipsprodukte.

Welche Anwendungsbereiche für REA-Gips gibt es?

In praktisch jedem Gebäude wird Gips verwendet. Vor allem im Trockenbau kommt er in der ein oder anderen Form zum Einsatz: Als Gipsplatte, als Spachtelmasse oder Putzgips an Wänden, Decken und Böden. REA-Gips ist hierbei die beste Alternative zu Naturgips.

Aus POWERGYPSUM® werden vielfältige und umweltfreundliche Gipsbaustoffe hergestellt, vor allem für den Innenausbau: Rund 75%  der Gipsproduktion werden als Gipsplatten, Baugipse wie Putzgipse oder Spachtelmassen verarbeitet. In der Zementindustrie wird Gips als Regulierer für das Abbindeverhalten genutzt, die Keramikindustrie stellt mit Gips Gießformen her und sogar in der Pharmaindustrie wird Gips in kleinen Mengen als Trägersubstanz für Tabletten und für Gipsverbände verwendet. Das Material ist umweltfreundlich, leicht zu lagern, zu transportieren und zu verarbeiten: Mit einfachem Wasser angerührt, entsteht in kurzer Zeit ein festes, kristallines Gefüge.